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22.07.2017, 09:54 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Saisonvorschau: Der Anspruch, die Überraschung zu werden

LANDBOTE: Umberto Romano steht mit 44 Jahren, nach erst einem halben Jahr als Chef beim FCW, noch immer am Anfang seiner Karriere als Trainer in einer Profiliga. Also steht er zu Beginn seiner ersten vollen Saison auch ganz persönlich vor einer Bewährungsprobe.

 

Romano war als Spieler sehr wohl eine Persönlichkeit, wenn auch eher in der Challenge als in der Super League. Also war er in seinen letzten Jahren auf der Schützenwiese auch Captain des FCW. Als Trainer ist er noch immer in der Ausbildung, die Uefa-Pro-Lizenz zu erwerben, das höchste und für einen Job in der Football League entscheidende Diplom.Natürlich ist auch ihm klar, dass die Saison, die heute beginnt, für ihn bedeutend ist – die erste, die er als Trainer eines Profiklubs beginnt, mit einer Mannschaft, die (auch) er geformt hat. Mit der er zeigen will, dass seine Handschrift auf Dauer zu erkennen ist – so wie sie im Frühjahr schon in mehr als nur Ansätzen, aber noch zu wenig auf Dauer zu sehen war. Auf Romano ruht die Erwartung, die Hoffnung, dass es der FCW endlich mal wieder schafft, die Mentalität eines Winnerteams zu zeigen und damit aus dem Kreislauf der letzten Jahre auszubrechen. Zuletzt war dies im Kalenderjahr 2012 zu sehen, mit Abwehrchef Savvas Exouzidis, von jener Mannschaft, die monatelang die beste der Liga war und im Cup-Halbfinal beinahe den FC Basel rausgeworfen hätte.

Nun, personell so gut besetzt wie damals ist der FCW heute nicht. Nicht in einer Saison mit Sparzwang. Aber ein Kader mit Potenzial hat er – und am Trainer liegt es zuvorderst, dieses auszuschöpfen. So siehts auch Romano. Mit seinem Posten als Cheftrainer des FCW das erste bedeutende Ziel seiner zweiten Karriere als Sportler erreicht hat. Bisher hinterliess er sehr wohl den Eindruck, dem Druck dieses Jobs gewachsen zu sein.

So sieht er die Dinge zum Saisonstart:

Umberto Romano, Sie haben die erste Vorbereitung als Cheftrainer hinter sich. Was ist gut gelaufen ...

Umberto Romano: Ich bin sehr zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Es gab keine gröberen Zwischenfälle etwa mit Verletzungen, obwohl Jordi Lopez jetzt fürs Startspiel fraglich ist. Und aus jedem Testspiel gab es gute Schlüsse zu ziehen, nicht nur aus der guten Leistung gegen den VfL Wolfsburg. ... und was bereitet Ihnen Sorgen?

Ungewollte Unruhe brachte die Geschichte mit Silvio. Sorgen mache ich mir deswegen nicht, aber es war unnötig. Wir müssen das jetzt einfach wegstecken. Ich habe gewisses Verständnis für ihn. Aber ich will einfach mit Spielern arbeiten, die sich zu 100 Prozent mit dem FCW identifizieren.

Dennoch, die Leistungen in der Vorbereitung waren nicht gerade einheitlich, mal schwach gegen Thun, mal stark gegen Wolfsburg.

Ich denke, auch beim 7:1 gegen Brühl zeigten wir einen seriösen Auftritt. Und das Spiel gegen Wolfsburg haben wir auch als Hauptprobe vorbereitet. Ich bin froh, dass es geklappt hat, auch wenn wir am Anfang etwas zu ängstlich waren, etwas zu viel Respekt hatten. Aber dann wurden die taktischen Dinge, die ich vorgegeben hatte, gut umgesetzt.

«Ich will einfach mit Spielern arbeiten, die sich zu 100 Prozent mit dem FCW identifizieren»Umberto Romano

Sie forderten in Ihrer Schlussbilanz der insgesamt doch unbefriedigenden vergangenen Saison «Charakterköpfe», welche die Mentalität der Mannschaft verbessern sollten. Wie weit glauben Sie dieses Ziel mit ihren Transfers erreicht zu haben?

Mit Jordi Lopez, dem neuen Abwehrchef, haben wir sicher einen, der das bringt. Es ist nur schade, ist er zwischendurch verletzt ausgefallen und droht er auch fürs Startspiel auszufallen. Nicolas Stettler erfüllt die Anforderungen als solider Spieler. Denis Markaj ist ebenfalls ein solider und auch ein vielseitiger Abwehrspieler. Robin Huser ist ein williger Junger mit Qualität. Kwadwo Duah ist lernwillig; er ist dynamisch, bringt Tiefe und Schnelligkeit in unser Spiel. Und Yang ist kein Weg zu lange, er ist ein ausgesprochener Teamplayer. Also bin ich zufrieden mit der Kombination aus dem Gerüst, das wir bisher hatten, und den Neuen. Ich bin überzeugt davon, dass wir überlegt transferiert haben.

Haben Sie noch personelle Wünsche? Was muss passieren, wenn Silvios Zeit beim FCW – wie es sich abzeichnet – doch zu Ende wäre?

Wenn Silvio weg sein sollte oder sonst, wenn wir reagieren müssen, werden wir reagieren. Im Moment aber bin ich zufrieden, agieren müssen wir nicht.

Man kann sagen, die halbe Liga wolle aufsteigen und dahinter komme der FCW als nominelle Nummer 6. Sehen Sie das auch so?

Das mit der halben Liga, die aufsteigen will, sehe ich auch so. Wir aber müssen genug Selbstvertrauen haben, mit dem Abstieg nichts zu tun zu bekommen. Ja, wir müssen den Anspruch haben, das Überraschungsteam zu werden. Wir haben dafür die Qualität. Die Frage ist, ob wir diese immer abrufen können; ob wir den Teamgedanken immer leben können.

Was sehen Sie als Minimalziel?

Ich will nicht von Rangierungen sprechen, sondern ich will sehen, dass wir in jedem Training, in jedem Spiel Vollgas geben. Wenn wir das schaffen, ist alles möglich. Wir können an Klassierungen ja alles sagen, aber das bringt wenig. Vielmehr muss das Ziel sein, immer alles zu geben.

Sie bleiben beim System mit der Dreierabwehr?

Ja.

... oder muss der Gegner auch Alternativen befürchten?

Ich schliesse nicht aus, dass es im Laufe eines Spiels Anpassungen zu einer Viererabwehr geben kann.

Und welche Lehren aus ihrem ersten Halbjahr als Cheftrainer in der Challenge League nehmen Sie in die neue Saison mit?

Dass es richtig war, auch dann an Dingen festzuhalten, die ich der Mannschaft von Anfang an vorgab und von denen ich auch überzeugt bin, als es nicht so lief und wir zwischendurch sogar Letzter waren. Das fördert die Glaubwürdigkeit. Aber natürlich weiss ich, dass es immer wieder Dinge gibt, die man anpassen muss. Dafür bin ich jederzeit empfänglich.

 

 

Bewegung im «Fall» Silvio

Mit dem klaren Ziel eines Heimsieges startet der FCW heute gegen Wohlen zur Saison. Ein Blitzstarter war er in den vergangenen Jahren selten. In den ersten sieben Saisons dieser Dekade gewann er nur zwei Startspiele, 2012 in Locarno 5:0, vor drei Jahren daheim gegen Wil 4:0. Und auch nur zweimal war von einem guten Beginn zu reden, eben vor drei Jahren mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen und 2012 mit vier Siegen aus den ersten fünf Runden. In den fünf andern Jahren aber sah es so aus: 3 Spiele/0 Punkte, 3/1, 2/0, 2/1 und – vor einem Jahr – wieder 2/0.

Zwei, wenn nicht drei Spieler, die eigentlich als Stammkräfte vorgesehen sind (oder waren), fehlen heute: Kreso Ljubicic, als Chef im Mittelfeld eingeplant, muss wegen seines Zehenbruchs noch ein bisschen warten; Topskorer Silvio gehört seit dem Montag nicht mehr zum Kader. Entweder kehrt er dereinst doch wieder ins Team zurück, weil der Transfer nach Wil platzte, oder er wechselt ins Fürstenland. Mittlerweile ist insofern Bewegung in diesen Fall gekommen, als sich der FC Wil endlich dazu durchgerungen hat, den Winterthurern ein Angebot zu unterbreiten. Das muss der FCW noch nicht akzeptieren, aber es ist schon mal ein Schritt Richtung Lösung.

Fraglich ist schliesslich, ob der designierte neue Abwehrchef Jordi Lopez tatsächlich für sein FCW-Debüt bereit ist. Er hat die letzten zweieinhalb Testspiele wegen Adduktorenbeschwerden verpasst, in dieser Woche allerdings mittrainiert.

Ein neues Gesicht wird der FC Wohlen zeigen, der Ende vergangener Saison bis im letzten Moment warten musste, ob er seine Lizenz überhaupt erhält. Mindestens zwei Drittel seines bisherigen Stammteams sind nicht mehr da. Völlig neu ist auch der Trainerstaff mit Ranko Jakovljevic als Chef. Sein namhaftester Partner, der Goalietrainer Pascal Zuberbühler, erspart sich allerdings die Reise nach Winterthur. Er fährt stattdessen als TV-Experte zum Spitzenspiel YB – FCB.

Vier Mann, die heute in der Wohler Elf zu erwarten sind, haben eine FCW-Vergangenheit oder sind Winterthurer: Sead Hajrovic, Jan Elvedi, Sandro Foschini und – als Letzter verpflichtet – Kris Kuzmanovic. Stürmer Janko Pacar, auch er einst in FCW-Diensten, kuriert seinen Kreuzbandriss aus.



FCW – Wohlen. Schützenwiese, Samstag, 19.00

 

 

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