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11.08.2017, 18:51 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Wenigstens ein Punkt

LANDBOTE: Lange Zeit sah es nach dem ersten Saisonsieg des FCW aus, nach dem ersten Dreier in Vaduz seit 16 Jahren. Aber 20 Minuten vor Schluss glich der Liechtensteiner Veteran Franz Burgmeier noch zum 2:2 aus.

 

Wer nach einem Fehlstart mit Niederlagen gegen den FC Wohlen und in Rapperswil zur Saison gestartet ist wie der FCW in diesem Jahr, für den ist ein Unentschieden im Vaduzer Rheinpark ein guter Punkt. Er war auch Lohn für eine kämpferisch gute Leistung, für defensive Arbeit ohne bedeutendere individuelle Patzer, wie sie gegen Wohlen und Rapperswil mit Sicherheit zu Erfolgen gereicht hätte. Aber eine selbstbewusste und nicht durch erste misslungene Resultate geprägte Mannschaft hätte gegen diese Vaduzer die Gelegenheit zum Sieg gepackt, zumal nach dem günstigen Spielverlauf.Denn vorteilhaft für die Winterthurer war, dass ein frühes Tor mal für und nicht, wie so oft im vergangenen halben Jahr, gegen sie fiel. Bereits in der 8. Minute beendete Manuel Sutter einen guten Angriffszug mit einem letzten Pass Gianluca Frontinos mit dem 0:1. Auf seinem alten Heimplatz schloss Sutter kühl und konkret ab – so wie er das zuletzt zu selten getan hat.

Die schnelle Reaktion

Und vorteilhaft für den FCW war, dass er mit einem Vorsprung in die Pause ging, obwohl die Vaduzer in der 45. Minute ausgeglichen hatten. Der Ausgleich war ein aussergewöhnliches Tor gewesen. Denn geradezu völlig aussergewöhnlich ist, dass ein Schiedsrichter mal einen indirekten Freistoss pfeift, wenn der Torhüter die Sechssekunden-Regel verletzt hat. Diesmal trafs den Winterthurer Matthias Minder, obwohl der nicht mal auffallend lange mit dem Auskick gezögert hatte. So viel zu viel wie eben die meisten, denen der Sinn nach schnellem Abspiel nicht steht . . . Kritisieren soll man den Schiedsrichter in Vaduz dafür keinesfalls. Eher ist es so, dass seine Zunft die Regel verlässlicher, konsequenter anwenden sollte.

Auf jeden Fall führte dieser indirekte Freistoss zum 1:1. Minder konnte den Ball nicht festhalten, Abwehrroutinier Tomislav Puljic stand bereit. Aber dann führten die Winterthurer den Gegenzug unerwartet entschlossen. Frontino spielte einen kurzen Steilpass auf Silvio, und der nutzte die Gelegenheit, die ihm der ungestüm herausgestürzte Goalie Peter Jehle bot, um einen durchaus berechtigten Elfmeterpfiff zu erwirken. Silvio schoss dann auch gleich selbst.

Es folgte eine zweite Halbzeit, die nach diesem 1:2 der ersten nach dem 0:1 glich: Die Winterthurer verteidigten vorwiegend, die Vaduzer hatten mehrheitlich den Ball. Die Winterthurer liessen relativ wenig zu, aber sie waren trotz guten Ansätzen öfter zu wenig ballsicher, um die Chancen zu guten Angriffen so zu nutzen, dass ein drittes Tor wahrscheinlich bis zwingend geworden wäre. So trug den Vaduzern eine zweite Standardsituation doch noch den zweiten Ausgleich ein – und damit einen Punkt, der für sie als nominellen Spitzenklub in einem Heimspiel eigentlich zu wenig war.

Die Achse wächst zusammen

Aber er war nicht zu wenig im Verhältnis zu dem, was die beiden Mannschaften an diesem Tag boten. Mehr als ein Unentschieden rechtfertigte dieser Auftritt der Liechtensteiner nicht. Franz Burgmeier, der längst nicht mehr Stammspieler ist und deshalb erst nach einer Stunde eingewechselt worden war, konnte den Ball aus wenigen Metern ins Tor schlagen, nachdem er nach einem Corner auf seinem Fuss gelandet war.

Die Vaduzer erwiesen sich als robuste Mannschaft, die spielerisch aber nicht Spitze ist. Auf jeden Fall wurden sie weitestgehend in Schach gehalten von einem FCW, der im zweiten Match mit kompletter Achse – also mit dem neuen Abwehrchef Jordi Lopez und mit Skorer Silvio – bestätigte, den Weg einschlagen zu können, den Fehlstart zu korrigieren und sich vom Tabellenende zu entfernen. Die Mannschaft ist daran, die Konturen zu finden, die von ihr aufgrund des Potenzials zu verlangen sind. Es sieht jedenfalls ganzheitlich schon klar besser aus als anfangs. Aber eben: mit Luft nach oben auf dem letzten Drittel des Weges zum gegnerischen Tor.

Offensichtlich ist, dass es ohne Silvio nicht geht. Mit andern Worten: Dass es ohne ihn – eben gegen Wohlen und Rapperswil – nicht ging. Er kann die Bälle halten, die offensiven Zweikämpfe gewinnen und er ist eine grosse defensive Hilfe bei gegnerischen Standardsituationen. Denn Vaduz war wie zuvor der FC Aarau eine Mannschaft mit manch grossem Spieler.

Eine ordentliche Leistung bot wieder Lopez, wie schon gegen Aarau gut, ja noch ein bisschen sicherer war Guillaume Katz, besser als zuletzt war Dennis Markaj. Das Mittelfeld hatte Trainer Umberto Romano leicht umbesetzt. Er nahm Yang Ming-Yang raus, besetzte das Zentrum mit der Doppelsechs Kreso Ljubicic / Karim Gazzetta. Davor war Frontino diesmal der Mann hinter zwei Spitzen. Neben Silvio erhielt deshalb Sutter seine Chance.

Ljubicic und Gazzetta waren besser als zuletzt, Frontino war zeitweise stark, beispielsweise als Vorbereiter beider Torszenen. Auf den Flanken wars wie bisher: Luca Radice war gut, Nicolas Stettler noch immer nicht, was es in diesem Spiel von einem Aussenläufer gewünscht wird. Sutter machte keinen schlechten Match. Aber insgesamt gilt: Manches war besser als noch vor zehn Tagen, aber je weiter es nach vorne ging, desto tiefer wurde die Quote angekommener Pässe. Das Selbstverständnis, ruhig und sicher, bei Bedarf aber auch schnell nach vorne zu spielen, muss sich die Mannschaft noch erarbeiten. Aber immerhin, die ersten zwei Schritte sind getan.

Romano: «Ein guter Punkt»

Also sagte Romano, «dass dies ein guter Punkt gegen einen guten Gegner war. Zeitweise haben wir wieder gezeigt, was wir spielen wollen.» Allerdings hatte auch er gesehen, dass Konter öfter «zu wenig konkret» gespielt worden seien – «und dass wir in der zweiten Halbzeit etwas zu tief verteidigten». Am Sonntag, im Cup beim Zweitligisten Gambarogno-Contone, wird der FCW dieses Problem kaum haben. Und was er dort auch kaum haben wird: Dass, wie im Rheinpark, knapp 100 seiner Fans reichen, Heimspiel-Atmosphäre zu erzeugen. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Vaduz – FC Winterthur 2:2 (1:2)

Donnerstag, 10. August 2017, 20.00h – Rheinpark. – 1735 Fans (offiziell ... / davon 100 aus Winterthur). – SR Jaccottet. – Tore: 8. Sutter 0:1. 45. Puljic 1:1. 45+1. Silvio (Foulpenalty) 1:2. 72. Burgmeier 2:2. – Vaduz: Jehle; Bühler, Konrad, Puljic; Borgmann, Kamber, Gajic (73. Jüllich), Schirinzi (84. von Niederhäusern); Mathys; Turkes (57. Burgmeier), Coulibaly. – FCW: Minder; Katz, Lopez, Markaj; Stettler (81. Schättin), Ljubicic, Gazzetta, Radice; Frontino (86. Sliskovic); Sutter (63. Huser), Silvio. – Bemerkungen: Vaduz ohne Ciccone (gesperrt), Pfründer, Kaufmann, Muntwiler, Brunner, Costanzo, Sherko, Felfel (verletzt) und Devic (noch nicht qualifiziert); nur vier Feldspieler auf der Bank; erster Einsatz des Deutschen Nicolas Jüllich (27/von Sonnenhof Grossaspach). – FCW ohne Duah (verletzt), Lanza und Krasniqi (nicht im Aufgebot); Huser nach seiner Einwechslung defensiv im Mittfeld, Frontino zweiter Stürmer; Schättin nach seiner Einwechslung linker Aussenläufer, Radice wechselt nach rechts. – Verwarnung: 83. Gazzetta (dämliche Reaktion auf Schiedsrichterpfiff). 92. Jüllich (Foul).

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