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05.05.2015, 09:09 Uhr, Autor: LANDBOTE, M. Leutenegger

Presse-ArtikelFan-News «Die Fussballkultur rund um den FCW ist eine super Sache»

LANDBOTE: Luis Torres begegnet mat oft auf der Schützenwiese. Als einen eingefleischten Fan würde er sich aber nicht bezeichnen. Warum der 41-Jährige dem Club dennoch hilft, erzählt er im Gespräch.

«Man braucht nur zu sagen: Hey, wir haben da ein gutes Projekt. Und schon hat man alle hinter sich»: Luis Torres. Bild: Donato Caspari

 

Ich bin eigentlich fast an jedem Heimspiel des FC Winterthur. Zum harten Kern der Fans würde ich mich aber nicht zählen, das wäre nicht ganz ehrlich. Ich bin zwar in Winterthur geboren und aufgewachsen und wohne auch hier, aber schon seit ich ein Kind war, hänge ich dem FC Zürich an und stehe auch regelmässig auf dem Letzi­grund in der Südkurve.

Auf die Schützi komme ich oft erst nach dem Spiel oder für die letzten paar Minuten, auch um Freunde und Bekannte zu treffen. Wenn das Spiel noch läuft, stehe ich meistens in der Bierkurve. Die Kurve, das muss man mal sagen, ist eine super Sache. Wie überhaupt die ganze Fussballkultur rund um den FCW, vom Geschäftsführer Andreas Mösli bis zum Salon Erika und der Libero-Bar. Dass es im Stadion noch eine Beiz gibt, in der man sich nach dem Spiel treffen kann, ist alles andere als selbstverständlich. In Zürich gab es das auch – bis das Stadion modernisiert wurde.

Es dauerte nur ein Jahr, bis der Strom floss

Das Beste auf der Schützi ist aber die Einstellung. Man braucht nur zu sagen: Hey, wir haben da ein cooles Projekt, und schon hat man alle hinter sich. Das ist auch, was Winterthur ausmacht. Ich hatte im Januar vor einem Jahr mit meinem Freund Manuel Heim die Idee, einmal etwas für den FCW zu machen und möglichst das Berufliche mit dem Verein zu verbinden. Wir arbeiten beide in der Solarbranche. Als wir von der neuen Gegentribüne erfuhren, war für uns klar: Wir wollen eine Solaranlage aufs Dach bauen.

Vom Entschluss bis zum Moment, als der erste Strom floss, dauerte es lediglich ein Jahr. Wo wir hinkamen, haben wir offene Türen eingerannt: Unsere Arbeitgeber – Manuel arbeitet bei Soltop, ich bei Senero – haben uns enorm unterstützt, mit Material, aber auch mit Arbeitszeit, die wir ins Projekt investieren durften. Mein Chef hat sogar persönlich die Abnahme der Anlage gemacht. Wir haben viele Tage und Nächte ins Projekt investiert, nicht nur ich und Manuel, sondern alle zusammen, eine ganze Truppe. Für die Umsetzung hatten wir schon ganz am Anfang einen Verein gegründet, mit lauter Leuten aus dem FCW-Umfeld. Dazu kamen weitere Leute, die mitgeholfen haben, nicht zuletzt auch finanziell.

Das Bild der Medien vom Fussball ist zu einseitig

Das Geld für die erste Bauetappe des alternativen Kraftwerks – wir reden vom AKW Schützi – war schnell beisammen. Und mittlerweile sind auch Etappe zwei und drei praktisch voll finanziert. Wann wir die Anlage fertig bauen, ist aber noch nicht ganz klar. Weil alle ehrenamtlich arbeiten, brauchen wir natürlich mehr Zeit. Viele haben Familie und Kinder, ich auch, ich habe zwei Töchter. Der Aufwand wird jetzt nicht mehr ganz so gross wie bei der ersten Bauetappe, weil die wichtigste ­Infrastruktur ja schon steht: die Wechselrichter und die ganzen Anschlüsse.

Die Anlage haben wir vor ein paar Tagen mit allen Helfern und Sponsoren eingeweiht. Ein bisschen Stolz ist dabei schon mitgeschwungen. Der Erlös aus dem Ökostrom kommt sozial benachteiligten Junioren des FCW zugute. Das Projekt ist eine runde Sache und für mich ein Beispiel, das zeigt, dass das Bild der Medien und der Öffentlichkeit vom Fussball und von den Fankurven zu einseitig ist. Es kommen viele gute Projekte aus den Kurven, nicht nur unseres und nicht nur aus der Bierkurve, sondern überall in der Schweiz.

 

 

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