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11.11.2016, 10:25 Uhr, Autor: LANDBOTE, M. Gmür

Presse-Artikel Den Namen Schützenwiese opfern?

LANDBOTE: Nach der ­Eishalle könne man auch das Fussballstadion per Namenssponsor zur Geldkuh machen. Ist dieser Vorschlag aus FDP-Kreisen gut bedacht oder eine spontane Bieridee?

 

110 000 Franken lässt es sich Urs Möckli pro Jahr kosten, dass der Name seines Unternehmens auf der Eishalle Deutweg leuchtet. Den Grossteil, nämlich 100 000 Franken, bekommt der Hockeyclub, den Möckli wegen des aktuellen Trainers auch direkt untersützt. 10 000 Franken von Möckli gehen an die Stadt, die notabene die Besitzerin der Eishalle ist. So gesehen sponsert also die Stadt den Verein mit 100 000 Franken. Andere Vereine, die dort trainieren, haben nichts davon. «Ein miserabler Vertrag für die Stadt» sei das, moniert ein Winterthurer Sportfunktionär, der sich indes scheut, mit seinem Namen in der Zeitung zu stehen. Seine Zurückhaltung ist so zu erklären: Direkte Kritik innerhalb der Sportler-Gemeinschaft ist nicht gern gesehen. Der Ungenannte aber findet, die Stadt habe das Eisstadion unter Wert verkauft.

«Ein ordentlicher Deal»

Anderer Meinung ist Jürg Hofmann, Präsident des Handballvereins Pfadi Winterthur und einer der Geldgeber für das neue Sportzentrum Wincity gleich neben der Eishalle im Deutweg. «Ich glaube nicht, dass man viel mehr hätte rausholen können als diese gut hunderttausend Franken», sagt Hofmann. Man sehe das auch bei anderen Stadien: Der neue Sponsor der früheren AFG-Areana in St.Gallen zahle bei weitem keine Million mehr, und auch bei den Lakers in Rapperswil greife der neue Stadionsponsor weit weniger tief in die Tasche. «So gesehen ist der Deal mit der Winterthurer Eishalle ganz ordentlich.»

Er kenne die Zahlen ein wenig, sagt Hofmann, weil auch er für seine neue Halle (nicht für den gesamten Komplex) mit einem Sponsor liebäugelt. «Wir peilen einen sechsstelligen Betrag an. Doch wir machen das nur, wenn alles zusammenpasst», so Hofmann.Seine eigene Firma werde sicher nicht Namenssponsor.

Schützengarten für die Schützi

Nun scheint auch die Politik Gefallen zu finden am Geld, das so locker im Namenssponsoring liegt. Der FDP-Gemeinderat Christoph Magnusson regte diese Woche in einer Debatte an, das Modell liesse sich doch auch auf das Stadion Schützenwiese anwenden. Sein Partreikollege, Sportstadtrat Stefan Fritschi, witzelte zunächst, ein Sponsoringvertrag mit Schützengarten-Bier sei nicht zustande gekommen, um dann einzuräumen, der Stadtrat sei offen für mögliche «Naming-Partner». Der AL-Gemeinderat David Berger hielt zwar sogleich dagegen, der FCW verkaufe seine Seele nicht. Doch der Sponsoring-Samen scheint gesetzt. Das Stadion gehört der Stadt, der FCW ist dort Mieter.

FCW: Zweifel, ob das klappt

FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli sagt nicht geradeheraus nein, hat aber doch so seine Zweifel an einem «Schützi»-Sponsor: «Man muss sich das sehr gut überlegen. Das ist ein heikles Thema, denn mehr verkaufen als den Namen des Stadions geht gar nicht.» Werbung im Vereinsnamen sei hierzulande nicht erlaubt. Mösli ist insbesondere skeptisch, «ob ein Namenswechsel bei einem alten und bekannten Stadion wie der Schützi überhaupt akzeptiert würde». Das Stadion heisse seit über hundert Jahren Schützenwiese, das sei etwas anderes als die neu gebaute AFG-Arena in St. Gallen, die nun auch schon wieder anders heisse.

Auch zu bedenken ist indes, dass Hannes W. Keller, der den FC Winterthur während 15 Jahren mit mindestens ebenso vielen Millionen unterstützt hat, am Ende der laufenden Saison als Sponsor aufhört. Der FCW ist angewiesen auf einen neuen Geldgeber, der Spendierhosen mit ebenso grossen Taschen trägt.

Ein Running Gag in Hamburg

FCW-Geschäftsführer Mösli ist gleichwohl skeptisch, was ein Stadion-Namenswechsel betrifft. Er erinnert an die unrühmliche Geschichte des Hamburger Volksparkstadions, wo der HSV spielt: «Nach dreimaligem Namenswechsel war es in Hamburg ein Running Gag zu fragen: Wie sagt man dem Stadion heute?» Seit einem guten Jahr heisst es nun wieder so, wie es bis vor 15 Jahren immer geheissen hatte: Volksparkstadion.

 

 

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