Last Match

Sa   03. Juni 2017   17:45

FCW

3 : 1

Chiasso

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06.06.2017, 12:43 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Zwei Raritäten zum Abschied

LANDBOTE: Mit einem 3:1 gegen Chiasso beendete der FCW die Saison als Sechster der Challenge League – zum dritten Mal in vier Jahren. Mit einer Niederlage wäre er nur Achter geworden. 2000 Zuschauer sahen nochmals Tore Michel Avanzinis und Patrik Schulers.

Auf der Tribüne verabschiedete sich einer in die Sommerpause mit den Worten: «Wer soll jetzt unsere Tore schiessen, wenn die beiden nicht mehr da sind?» Nun, das war natürlich leicht als liebevoller Scherz zu verstehen, aber es passte zu diesem Abend der Abschiede. Wie das manchmal halt so ist – wenn Lukas Podolski, um ein sehr prominentes Beispiel aus diesem Frühjahr zu nennen, in seinem letzten Länderspiel für den Weltmeister ein Traumtor zum 1:0-Sieg gegen England schiesst. Oder wenn einer wie, vor einer Woche, Tibert Pont nach 18 Jahren bei Servette mit dem Siegestor gegen Aarau abgeht.

Auf der Schützenwiese wurden nun gleich zwei Raritäten geboten, denn nichts anderes sind Tore Avanzinis und Schulers. Avanzini hatte noch gar keines geschossen für den FCW, immerhin sein bis dahin letztes war auch schon auf der Schützi gefallen: ­allerdings für Servette auf dem Weg zu einer 2:4-Niederlage gegen den FCW im September 2014. Diesmal trat er zuerst als Vorbereiter hervor, allein, Luka Sliskovic traf nach seiner Vorarbeit nur den Pfosten. Besser liefs ein paar Minuten später in umgekehrter Besetzung. Nach einem Doppelpass mit Sliskovic kullerte Avanzinis Ball zum 2:0 über die Linie.

Die U21 und vielleicht die USA

In der 77. Minute gönnte Trainer Umberto Romano dem Aadorfer einen Applauswechsel. Der hatte seine Profikarriere mit 28 Jahren für denselben Klub beendet, für den er sie über ein Jahrzehnt zuvor begonnen hatte. Als 17-Jähriger debütierte Avanzini am 10. Dezember 2006 in der Challenge League. Der FCW verlor mit dem nach 80 Minuten eingewechselten Jüngling auf der Schützi gegen den SC Kriens mit Sven Lüscher und Marco Schneuwly 0:1.

Später spielte Avanzini für mehrere andere Klubs in der Challenge oder gar der Super League, vor allem für Lausanne und Servette, für die Waadtländer gar in der Europa League. Seinen Torrekord stellte er für Gossau auf. In dessen Abstiegssaison 2009/10 traf er achtmal, fünfmal per Elfmeter. Nun hat er ein Studium beendet, im August tritt er einen Job an. Allerdings hält er sich – bis Anfang 2018 – die Option offen, noch in der US-Profi­liga MLS unterzukommen. Auf jeden Fall wird er sich in der U21 des FCW fit halten und für die, bei Bedarf, auch spielen.

Zum Glück war Schuler noch da

Als Avanzini als rechter Aussenläufer abging, stand Innenverteidiger Schuler noch auf dem Platz. Auch Schuler wäre, sagte Trainer Romano später, gerne vorzeitig abgetreten. Romano wollte davon nichts wissen. Das war auch gut so, denn in der 87. Minute wurde Manuel Sutter, der mit einem weiten Pass von Avanzinis Nachfolger Leandro Di Gregorio davongelaufen war, von Goalie Alessio Bellante gefoult. Elfmeter, Schulers Chance – 3:1. Fast zwei Jahre nach seinem achten Ligator für den FCW schoss er, bei allerletzter Gelegenheit, sein neuntes.

Nochmals einen Penalty, den dann vielleicht gar David von Ballmoos hätte treten dürfen, gab der Match allerdings nicht her. Von Ballmoos blieb auch ein «Shutout» versagt, aber er hatte auch so nochmals genug Gelegenheit, sich zu zeigen. Er wurde von den Fans gewürdigt, wie es selten ist für einen, der zwei Jahre «nur» Gastspieler war. «Vom David zum Goliath» – das durfte er von der Bierkurve lesen.

Die Tessiner hatten danach noch eine lange Heimreise vor sich. Mit dem guten Gefühl, die Saisonziele erreicht zu haben – sportlich und im Kampf um die Lizenz. Mit einem Trainer, der an einem Tag wie diesem zur Attraktion werden kann: Mit welch rhetorischem und mimischem Aufwand Baldassare, genannt Baldo, Raineri (55) die 90 – eigentlich belanglosen – Minuten begleitete, war doch ziemlich belustigend. Mit seiner Ernsthaftigkeit trieb er es auf dem Gang zur Halbzeit so weit, seinen Spieler Inters Gui (25) so energisch anzugehen, dass dem Wort das Gegenwort, ja leichte Handgreiflichkeiten folgten. Immerhin, in der 64. Minute schoss der kleine Ivorer Inters Gui, eine Leihgabe von Vitoria Guimaraes, das 2:1, Chiassos letztes Tor der Saison.

Topskorer allerdings blieb, mit zwölf Toren in den 18 Frühjahrsspielen, Younes Bnou Marzouk (21), Leihgabe Juventus Turins. Er spielt künftig für Lugano sogar europäisch. Beim FCW aber müssen sie nun eben schauen, wer ihre Tore schiesst, ohne Schuler und Avanzini . . . (hjs)

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur – FC Chiasso 3:1 (0:0)

Samstag, 3. Juni 2017, 17.45h – Stadion Schützenwiese. – 2000 Fans – SR Mohammed Al-Marri (Katar).

Tore: 53. Silvio 1:0. 62. Avanzini 2:0. 64. Inters Gui 2:1. 87. Schuler (Foulpenalty) 3:1.

FCW: von Ballmoos; Roth, Katz, Schuler; Ljubicic; Avanzini (77. Di Gregorio), Kamber, Radice (46. Cani), Schättin; Sliskovic (68. Sutter), Silvio.

Chiasso: Bellante: Cinquini (77. Selmanaj), Delli Carri, Monighetti, Belometti; Abedini (87. Lokaj); Padula, Palma (55. Rauti), Simic, Inters Gui; Bnou Marzouk.

Bemerkungen: FCW ohne Gazzetta, Lanza (gesperrt), Frontino, Mangold, D’Angelo (verletzt), Rafhinha und Nsiala (nicht im Aufgebot); Radice nach Schlag aufs Knie zur Pause ausgewechselt; von den Spielern, die den Verein sicher verlassen, wurden von Ballmoos, Avanzini und Schuler offiziell verabschiedet, nicht aber Kamber (Vaduz), Dessarzin (Stade Nyonnais), Cani, Russo und Hebib. – Chiasso ohne Torhüter Guatelli, Ivic, Urtic, Ramadani, Fekete, Mujic und Regazzoni (nicht im Aufgebot). – 59. Pfostenschuss Sliskovics.

Platzverweis: 93. Delle Carri (Notbremsefoul; fürs erste Spiel der neuen Saison gesperrt).

Verwarnungen: 55. Palma (Foul; die 15.; Saisonrekord in der Liga). 62. Avanzini (Torjubel; die 8.). 65. Cani (Foul). 71. Kamber (Foul; die 8.). 79. Ljubicic (?). 86. Bellante (Penaltyfoul). – Der Schiedsrichter aus Katar pfiff bereits zum dritten Mal ein Spiel des FCW (nach Chiasso – FCW/0:0 im Mai 2014 und Lausanne – FCW 1:1/im Mai 2015).

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