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22.07.2017, 01:32 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferle

Presse-Artikel Saisonvorschau: Der FCW wäre gerne mal die Überraschung

LANDBOTE: Mit dem Anspruch, ein Spitzenteam zu sein, kann der FCW gegen den FC Wohlen nicht in die neue Saison gehen. Aber er müsste konstanter spielen können als in der vergangenen Spielzeit – und mit dem Abstieg darf er schon gar nichts zu tun haben.

 

Weder Aufstiegs- noch Abstiegskandidat, so etwas wie der einzige «sichere» Mittelfeldklub – so ist der FCW vor der Saison zu sehen. Was es keinen Fall mehr geben darf: Einen Ausschlag nach unten wie im vergangenen Winter, als der FCW drei Runden lang gar Tabellenletzter war und mitten im sehr reellen Abstiegskampf steckte. Im zweiten Jahr in Folge mitten in der Saison den Trainer wechseln zu müssen – das war nun wirklich schwach. Worauf man nun hoffen könnte: Dass der FCW für einmal nicht nur bescheidenere Erwartungen erfüllt, sondern vielleicht gar mal zu einer der Überraschungen einer Meisterschaft wird.

Fakt ist: Der FCW geht mit einem kleineren Kader in die Saison, aber mit neuen Spielern, die einen Gewinn versprechen. Der gewichtigste Abgang war jener des Torhüters David von Ballmoos. Aber die Signale sind stark, dass Eigengewächs Matthias Minder nach zwei Jahren vorwiegend auf der Bank die Nachfolge seines Nachfolgers einigermassen nahtlos übernehmen kann.

Trainer auf dem Prüfstand

Fakt ist, dass die sportliche Spitze auf dem Prüfstand steht, Oliver Kaiser nach seiner ersten Transferzeit als «Leiter Sport» und Umberto Romano nach seiner ersten Vorbereitung als Chef und nach Transfers, die sehr wohl auch nach seinem Sinn waren. Man ist gespannt zu sehen, wie Romano die Fortsetzung gelingt nach einem halben Jahr, in dem er nach nur zwei Runden eine schlecht zusammengestellte Mannschaft übernehmen musste. Er gab ihr mit seiner Dreierabwehr ein neues System. Es folgten überzeugende Phasen, in denen sich der FCW vom Tabellenende absetzte, aber bald auch schwächere, die Mängel nochmals erkennen liessen.

Also wollte Romano, wie er sich ausdrückte, «Charakterköpfe». Er wollte einen solchen als Abwehrchef, und den hofft der FCW nun im Spanier Jordi Lopez gefunden zu haben. Wie gut Lopez reüssiert, wird wichtig sein – auch für die Bewertung der Arbeit der sportlichen Führung, vor allem des Trainers. Andere Neue wie der junge Aussenläufer Nicolas Stettler, der vielseitige Defensivspieler Denis Markaj oder Mittelfeldläufer Yang Ming-Yang wirken zum verlässlichen Challenge-League-Spieler geeignet. Der neue Angreifer Kwadwo Duah kann dem Spiel mehr Schnelligkeit und Punch verleihen.

Genauso wichtig wird aber auch sein, dass erfahrene Stützen wie Kreso Ljubicic als Chef im zentralen Mittelfeld und Gianluca Frontino als spielstärkster Mann in der Offensive die Mannschaft konstant führen können – zusammen mit dem neuen Captain Luca Radice. Dann – nur dann – kann in dieser Saison mal von einem «neuen» FCW gesprochen wird, von einem, der – endlich mal – Charakter und Mentalität zur Konstanz mitbringt. Dann könnte es durchaus so herauskommen, wie man sich das auf der Schützenwiese zumindest insgeheim wünscht. Oder wie es Kaiser formuliert: «Wir müssen die Mannschaft sein, die sich unter die vermeintlich besseren mischen kann, also etwa Vierter wird. Und keinesfalls dürfen wir mit dem Abstieg etwas zu tun haben.»

Silvio – der Störungsfall

Das Kader mag in der Breite nicht so besetzt sein wie das Letzte, aber das gibt sehr wohl den Raum, «zu reagieren, wenn es irgendwo nötig ist. Agieren müssen wir zuzeit nicht.» Eine erste Reaktion könnte allerdings bald einmal erforderlich sein, wenn der «Störungsfall» dieses Sommers endlich entschieden ist – der «Fall Silvio». Den FCW-Topskorer will der FC Wil, sein alter Verein; er selbst will dorthin, weil der Vertrag Langfristigkeit verspricht. Aber das lässt der FCW, zu Recht, nicht einfach so zu. «Wir sind im Gespräch mit Wil,» sagt Kaiser dazu, «aber ein klares Angebot liegt nach wie vor nicht vor.» So ist es jetzt halt wie gestern: Kaum hat die Mannschaft ihr Training beendet, kommt Silvio und trainiert alleine, unter der Anleitung des Konditionstrainers. Klar ist: Bei aktuellem Stand gibts nur Verlierer.

Eine Besonderheit ist natürlich, dass es – nach zwei Jahren des Übergangs seit dem Rücktritt Hannes W. Kellers als Präsident – die erste Spielzeit ohne Defizitgarantie der Firma Keller ist. Als Sponsor tritt diese ja insofern noch auf, als ihr Logo weiterhin die Trikots ziert – und Sohn Mike Keller ist weiterhin Vizepräsident. Das Budget musste umständehalber um 300 000 auf 3,9 Millionen Franken gesenkt werden. Das zwingt zu sehr sorgsamen Ausgaben. Aber es muss einen nicht daran hindern, mit weniger Geld mindestens gleich gut abzuschneiden wie in den «sorglosen» Jahren. Als es eben oft an Mentalität fehlte, auch weil – und dies gerade vor einem Jahr – unklug transferiert wurde.

Höhere Preise akzeptiert

Es sollte allmählich auch die neue Marketingabteilung in Schwung kommen. Aber bedeutende Investoren wurden noch nicht gefunden. Es gibt weiterhin auch den Präsidenten nicht, der nach aussen als Integrationsfigur wirken könnte. Umso wichtiger wird sein, wie die sportliche Führung die Situation auf dem Platz managt. Das Publikum erhielt – selbst wenn niemand jenes Spiel überschätzt – beim 2:1 des FCW gegen den VfL Wolfsburg Einblick in die Möglichkeiten dieser Mannschaft. Die müssen jetzt einfach ausgeschöpft werden – «und zwar Tag für Tag, Spiel für Spiel», wie es Romano immer wieder sagt.

Das Wohlwollen seiner Gemeinde hat der FCW ja. Obwohl wegen der neuen finanziellen Voraussetzungen die Saisonkartenpreise um 20 Prozent erhöht wurden, die Stehplätze also von 190 auf 230 Franken, gabs so gut wie keine negativen Reaktionen. Schon vor dem ersten Match waren 1200 verkauft, in der vergangenen Saison waren es schliesslich 1300. Was aber auch zu sagen ist: Wohlen daheim und Aufsteiger Rapperswil-Jona auswärts sind erste Gegner, die einen guten Start ermöglichen sollten. Auf jeden Fall wären Siege schon mal ein klares Signal, in der Tat «zu gut» zu sein für die unerfreulicheren Regionen der Tabelle. hjs

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