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15.08.2017, 21:57 Uhr, Autor: STADI

Presse-Artikel «Habe lange gearbeitet für diesen Moment»

STADI/ZÜRIOST: Bisher war er meist Ersatzgoalie des FC Winterthur. Seit dem Beginn der neuen Saison aber steht Matthias Minder nun endlich als Stammtorhüter zwischen den Pfosten. Und damit vielleicht mitten in einer entscheidenden Phase seiner Karriere.

 

Lässig kommt er die Stadiontreppe hinunter und nimmt seine Sonnenbrille ab. An diesem sonnigen Montag erscheint Matthias Minder einmal nicht im Torwart-Tenue des FCW, sondern in legeren Jeans-Shorts und schwarzem Shirt, das sich eng um seine breiten Schultern schmiegt. Er wirkt stolz und zufrieden. Und das zu Recht, darf sich der Neftenbacher doch seit Beginn der neuen Saison endlich als Stammgoalie des FC Winterthur betiteln.

Vom Stürmer zum Schlussmann

Wie so viele Fussballer startete Matthias Minder seine Karriere bei einem kleinen Ortsverein als Hobbykicker. Bereits mit 11 Jahren jedoch, als er mit seinem FC Neftenbach ein Turnier absolvierte, entdeckte der damalige FCW-Trainer sein Talent und fragte ihn für ein Probetraining an. «Da lief alles super und so war der Wechsel zur Winterthurer U12 Mannschaft besiegelt», so Minder. Speziell: Der damals 11-Jährige fungierte zu dieser Zeit noch als Stürmer. Erst in einem Trainingslager erkannte der Verein auch seine Fähigkeiten im Goal, als er für einen verletzten Keeper einspringen musste. Seither trägt Minder nur noch die Torwarthandschuhe.

Harte Arbeit, die sich auszahlt

Mittlerweile ist der gelernte Koch Profifussballer. Bis auf eine Saison war er in den ersten sechs Jahren in der 1. Mannschaft aber vorerst meist nur Ersatztorwart. «Am Anfang war es natürlich schwierig und unerwartet», erzählt Minder. «Aber ich wusste, dass ich einfach geduldig sein und meine Leistung bringen muss.» Umso grösser ist die Freude beim 24-Jährigen jetzt, dass sein Stammplatz im Tor endlich wieder gesichert ist. «Für mich ist es ein schöner Moment, für den ich lange gearbeitet habe», so Matthias Minder.

Einerseits war es die Rückkehr der Goalie-Leihgabe David von Ballmoos zu YB, welche Minder in die Karten spielte. Doch auch seine harte Arbeit im Training sowie die auffällig positive Leistung im Cupspiel gegen eben dieses YB am 1. März, als er Ball um Ball vom Himmel pflückte und den entscheidenden Elfmeter des Franzosen Yoric Ravet parierte, dürfte seinen Aufstieg beflügelt haben.

Abschliessen können

Für den 1.85 Meter grossen Keeper könnte der Aufstieg ein wichtiger Karriereschritt sein. Ihm bietet sich nicht nur die Chance, sich Spiel für Spiel zu beweisen, sondern auch, Stabilität und Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Mit nur zwei Punkten aus vier Spielen und der Belegung des letzten Tabellenrangs ist diese verhalten in die neue Saison gestartet. Nach den ersten zwei Niederlagen sei man es auch den Fans schuldig gewesen, wieder positive Ergebnisse zu liefern. Seit den ersten Zählern und dem hohen Sieg im Cupspiel gegen den Tessiner FC Gambarogno-Contone sei die Stimmung wieder besser im Team, so der 24-Jährige.

«Wir müssen jetzt mutiger und selbstbewusster werden, brauchen mehr Ballsicherheit in der Offensive und müssen Rückschläge abhaken.» Das sei auch für ihn persönlich bedeutsam, denn lange über einen Patzer nachzudenken, bringe nichts. «Fehler passieren ab und zu. In dieser Position muss man aber schnell vergessen und stark bleiben», sagt Matthias Minder.

«Was kommt, ist offen»

Nervös sei er vor Spielen schon lange nicht mehr, eine gewisse Anspannung sei aber normal und der Ausdruck von Freude. Freude am Fussball, der für den jungen Mann alles bedeutet. Und er wittert nun seine grosse Chance: «Jetzt habe ich die Möglichkeit, meine gesammelte Erfahrung auf den Platz zu bringen und eine gute Saison zu spielen. Es liegt an mir, mich in dieser spannenden Phase meiner Karriere zu beweisen und weiterzuentwickeln.»

Zu weit in die Zukunft plant Minder aber nicht. Noch nicht. «Sicherlich wäre es schön, bald den Sprung in die Super League zu schaffen. Was dann noch passiert, wird sich zeigen», sagt Minder, bevor er seine Sonnenbrille wieder aufsetzt und sich auf den Weg ins Fitness-Center macht. Trotz des bereits absolvierten Fussball-Trainings am Morgen werde die ergänzende Fitness schliesslich von einem Nummer-eins-Goalie gefordert.

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